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Alltagsgeschichten michi / dō

Ein persönliches Wort des Jahres finden, ohne einen neuen Vorsatz daraus zu machen

Wähle ein Wort, das bei einer alltäglichen Entscheidung hilft. Probiere es eine Woche aus und ändere es, wenn es nicht passt. Ein Leitwort braucht kein Leistungsziel.

Dieses Zeichen tragen

Kurz gesagt

Beginne für dein persönliches Wort des Jahres mit einer Situation, die du anders angehen möchtest. Suche dann ein Wort, das eine hilfreiche Frage auslöst. Aus „Raum“ könnte werden: „Möchte ich diesen Abend unverplant lassen?“ Aus „Neugier“: „Was könnte ich fragen, bevor ich entscheide?“ Das Wort ist eine selbst gewählte Erinnerung, keine Vorhersage und kein Versprechen, bis Dezember ein anderer Mensch zu sein.

Genauer betrachtet

Das Wort sollte an einem gewöhnlichen Dienstag brauchbar sein

Notiere drei kleine Szenen aus dem letzten Monat: einen angenehmen Tag, eine Entscheidung mit zu vielen Erwartungen und etwas, wofür du dir Zeit gewünscht hast. Suche eine Idee, die zwei davon verbindet. Teste drei mögliche Wörter in ganzen Sätzen. „Mehr“ klingt vielleicht ermutigend, sagt aber wenig aus. „Abschließen“ kann für ein bestimmtes Projekt hilfreich sein und für ein Hobby, das offenbleiben darf, völlig unpassend.

Probiere das Wort zunächst eine Woche lang aus. Schreib es an eine Stelle, die du ohnehin ansiehst, etwa vorne ins Notizbuch. Halte eine Entscheidung fest, bei der es nützlich war. Tägliche Punkte, eine öffentliche Ankündigung oder ein aufwendiger Kalender sind nicht erforderlich. Wird das Wort jedes Mal zum Vorwurf, ändere es oder lass die Übung. Eine Erinnerung darf sich mit deinen Umständen verändern.

Aus einem großen Wort wird eine kleine Frage

Diese Beispiele sind weder Persönlichkeitstypen noch eine Rangliste der besten Leitwörter.

Mögliches WortEine praktische FrageEine Grenze
Raum„Was kann diese Woche offenbleiben?“Heißt nicht, Zusagen zu vergessen.
Entdecken„Was möchte ich im Kleinen ausprobieren?“Erfordert keine neue Ausstattung.
Beständig„Zu welchem Tempo kehre ich gern zurück?“Schließt Pausen nicht aus.
Weg„Welcher nächste Schritt fühlt sich selbst gewählt an?“Verlangt keinen vollständigen Lebensplan.

Wähle zuerst die Frage. Behalte das Wort nur, wenn es dich an diese Frage erinnert.

Das Zeichen in Wörtern

道
michiEin Weg oder eine Straße
書道
shodōKalligrafie
柔道
jūdōJudo
Beispiele für den Sprachgebrauch, keine Darstellung der historischen Zeichenentwicklung.

Deine persönliche Bedeutung

Ein Gedanke zum Verschenken

Manche behalten ihr Wort auf Papier, andere tragen gern eine sichtbare Erinnerung daran. Beim Road-Motiv unten lassen sich Produktbild, Lieferland, Farbe und Passform vergleichen. Für ein Geschenk sollte die beschenkte Person das Wort oder Zeichen selbst wählen. Ein ungefragt zugewiesenes Jahresmotto kann sonst wie eine Anweisung wirken.

Eine Grußkarte gestalten

Noch eine Frage

Muss ich mein persönliches Jahreswort im Januar wählen?

Nein. Du kannst in jedem Monat anfangen, ein Wort für eine Jahreszeit verwenden oder es nur so lange behalten, wie es hilft. Notiere, wann du es gewählt hast und welche Frage es ausdrückt. Das gibt ihm Zusammenhang, ohne dich auf zwölf Monate festzulegen.

Ein Zeichen, das dich begleiten kann 道

道 kann Weg oder Pfad bedeuten; michi ist eine japanische Lesung. Wenn „Weg“ dein Thema ist, kann das Zeichen dich daran erinnern. Der ganze Satz „Ich bestimme meine Richtung selbst“ bleibt deine Deutung und ist keine wörtliche Übersetzung von 道. Lies zuerst die Bedeutung und schau dann, ob dir auch die Pinselführung gefällt.

Dieses Zeichen tragen
道

道

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